Schlossgut Ebringen

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Schlossplatz 1
79285 Ebringen
(Baden) DEUTSCHLAND
Tel.: 0049 76 64 68 05 / Fax: 0049 76 64 60 695
Internet: www.schlossgut-ebringen.de


Verwalter: Andreas Engelmann
Rebenfläche total: rund 5,9 ha
Rebenbestand rot: 42% Spätburgunder (Pinot Noir)
Rebenbestand weiss: 20% Grauburgunder (Pinot Gris),
18% Weissburgunder (Pinot Blanc),
14% Gutedel (Chasselas) und 6% Sauvignon Blanc


Rotweine

Pinot Noir „S“, Qualitätswein, Baden

Ausbau: in französischen Barriques
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Ebringer Biegarten, Pinot Noir, Qualitätswein, Baden

Lage: am Unterhang vom Sommerberg in Ebringen
Ausbau: im Barrique
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Ebringer Leinele, Pinot Noir Qualitätswein, Baden

Lage: an bester Lage am Sommerberg in Ebringen
Ausbau: im Barrique
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Weissweine

Chasselas S, Qualitätswein, Baden

Lage: Ebringen am Fuss vom Schönberg
Ausbau: im Edelstahltank und im Holzfass
Flaschenformat: 75cl
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Sauvignon Blanc S, Qualitätswein, Baden

Ausbau: im Edelstahltank und im Holzfass
Flaschenformat: 75cl
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Ebringer Klämle, Sauvignon Blanc, Qualitätswein

Gärung und Ausbau: in französischen 500 Liter Fässern aus Sancerre
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Weissburgunder S, Qualitätswein, Baden

Traubensorte: Pinot Blanc
Ausbau: grösserer Teil im Edelstahltank, Rest im Holzfass
Flaschenformat: 75cl
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Grauburgunder „S“ , Qualitätswein, Baden

Traubensorte: Pinot Gris
Lage: am Schönberg in Ebringen
Ausbau: im Edelstahltank und im Barrique
Flaschenformat: 75cl
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Schaumweine

Blanc de Blancs, Qualitätswein, Baden

Traubensorte: nur weisse Trauben
Gärung: im Edelstahltank
Ausbau: im Barrique
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Crémant Brut, Pinot Noir Rosé, Qualitätswein


Den Gutsverwalter Andreas Engelmann, trafen wir erstmals am 23-10-2010. Ich staunte beim erneuten Schreiben dieser Zeilen, wie die Zeit vergeht, denn heute haben wir bereits den 03-April-2015. Andreas Engelmann, ein fast zwei Meter grosser, gertenschlanker Mann, der einem auf den ersten Blick nicht unbedingt an einen Winzer erinnert, das vor allem, wenn er sich sein Kopftuch überzieht, in der Manier eines Piraten. Man ist erstaunt wenn er erzählt, zum Ausgleich der schweren Arbeit im Rebberg, braucht er einige Stunden Velofahrt und die dürfen gerne auch bergauf gehen.
Andreas Engelmann steht in einer guten, vertraglichen Bindung mit der Winzergenossenschaft Ebringen, die ihm die Technik zur Verfügung stellt und der Gemeinde, die ihm im Schlosskeller den Ausbau der Weine im Barrique ermöglicht. Die Schlossgut-Weine, für die alleine Andreas Engelmann die Verantwortung trägt, sind alles Top-Weine, es werden keine zweit- oder minderwertigen Weine produziert oder abgefüllt. So darf man auch sagen, dass die neu eingeführten zwei Lagen-Weine, die den Pinot Noir „S“ ersetzen, eine reine Geschmackssache bleiben. Der Biegarten, der nichts mit Biergarten zu tun hat, sondern aus dem badischen Dialekt stammt und „ bei dem Garten“ bedeutet, ist der etwas schlankere, aber im Abgang besser auftretende, als der vollere, etwas süssere und fettere „Leinele“. Es bleibt nun abzuwarten, wie sich die beiden Lagen, die vorher im „S“ vereint waren, nun getrennt entwickeln. Eines steht aber heute schon fest, der normale Pinot Noir, wird wohl preislich und qualitativ, im Burgund der Hochburg für Pinot Noir Weine, keine ernst zu nehmende Herausforderung mehr finden.

2015Pinot Noir S. Helles, ganz klares Kirschrot. Das Bouquet mit viel Frucht und dezenter Grünnote, bringt die Holz-Aromen fein im Hintergrund. Er wirkt sehr ausgewogen, bringt Noten von Johannisbeeren und Kirschen. Im Gaumen vollmundig, viel Frucht, wirkt er anfangs weich, fein fliessend, bekommt dann einen kräftigen, aber nicht unangenehmen Säure-Schub. Anders als im Bouquet, erinnert mich der Geschmack im Gaumen, an etwas verdünnten Grenadine-Sirup mit Säure-Kick. Der Nachhall ist gut, der Abgang bleibt aus.
Am 18-05-2018 16/20 aus dem Vinoteque/Super800/Bormioli-Glas.
2015Biegarten, Pinot Noir. Kirschrot. Verhalten, sehr feines, tiefes Bouquet. Holz und Frucht wirken ausgeglichen. Im Gaumen Tannin und Säure noch attackierend, beginnt er sich von fast punktueller aromatisch, nur langsam im Gaumen auszubreiten. Nach einer Stunde beginnt der Wein langsam Frucht zu zeigen. Ein ganz grosser Wein, der sehr viel Geduld verlangt, lang im Nachhall bleibt und dezent zum Abgang kommt.
Am 18-05-2018 +17/20 aus dem Vinoteque/Super800/Bormioli-Glas.
2013Biegarten, Pinot Noir. Helles Bordeauxrot. Warmes, tiefes Bouquet, mit Noten von Kirschen, Erdbeeren und in guter Balance dazu stehende Holz-Note. Im Gaumen immer noch recht verschlossen, das Holz noch etwas dominierend, zeigt er aber jetzt bereits wie sich der fantastische 2015 entwickeln könnte. Grossartiger Pinot aus einem Ecken Europas, von dem aus man es in dieser Art nicht erwarten würde.
Am 18-05-2018 17/20 aus dem Vinoteque/Super/800/Bormioli-Glas.
2012Pinot Noir QbA. Himbeerenfarbig. Feines, weiches, volles, offenes Bouquet, in dem Frucht und Holz perfekt ausbalanciert sind. Es sind fast nur die teuren Burgunder, die so ein ansprechend weiches, fast betörendes Bouquet endfalten können. Im Gaumen mit feiner Süsse und auch da sind Holz und Frucht in gutem Einklang. Auch wenn die neuen Pinot Noir Lagen-Weine vom Schloss Ebringen mehr Struktur haben und mit der Zeit sicher stark zulegen werden, so hat sich beim Flaschenvergleich am Schluss der Degustation gezeigt, diese Flasche war die begehrteste. Trinken bis 2025.
Am 01-04-2015 +16/20 aus dem Vinoteque/BurgundSuper800/Bormioli-Glas.
2012Biegarten, Pinot Noir. Ganz klares, helles Bordeauxrot. Verhalten, frisches, ganz ausgewogenes Bouquet mit Frucht–Holznoten, wie es besser kaum sein kann. Im Gaumen kommt er weich, mit guter Struktur, der Nachhall ist gleichbleibend kräftig lang, zum Abgang kommt er direkt und unverkennbar. Es kann sein, dass dieser nicht mehr ganz so fett ist wie der „S“, doch wirklich zeigen wird sich dies erst in ein paar Jahren. Was aber sicher bleibt wie es ist, sind seine mitgenommenen Bodeneigenschaften, die er nun als Lagenwein mehr hervorbringen kann.
Am 01-04-2015 16,5-17/20 aus dem Vinoteque/BurgundSuper800/Bormioli-Glas.
Nochmals. Die Farbe immer noch gleich. Auch das Bouquet immer noch in vorzüglicher Weise, auch wenn diesmal notgedrungen aus einem grossen Bordeauxglas. Im Gaumen weich, fein, mit viel Frucht aber auch angenehmer Barrique-Note. Mein Gastro Gast meinte, das muss ein Burgunder sein. Dies zu hören, freute mich und den Produzenten wohl noch mehr. Ich bleibe auch mal bei der gleichen Note.
Am 15-03-2016 16,5-17/20 aus einem Bordeaux/Spiegelau-Glas.
2012Leinele, Pinot Noir. Himbeerenfarbig. Volles, leicht holzbetontes Bouquet, mit warmen Rotbeeren Fruchtnoten. Im Gaumen weich und mit mehr Frucht, als im Bouquet. Dem Leinele fehlt der Abgang vom Biegarten, er ist dafür aber deutlich fetter und bringt eine angenehmere Fruchtsüsse hervor. Im Moment dürfte daher, dank seiner feinen Süsse, der Leinele für viele Leute der bessere Wein sein. Welcher von beiden Weinen sich dann wirklich auch vom normalen Pinot Noir deutlich abheben wird, werden wir wohl erst in etwa 10 Jahren erfahren.
Am 01-04-2015 +16,5/20 aus dem Vinoteque/BurgundSuper800/Bormioli-Glas.
2009Pinot Noir „S“. 13 Vol% Alc.
Dunkles, klares Ziegelrot. Das Bouquet wieder mal zum umhängen gut, es wirkt offen, breit und tief. Es duftet nach Zopf, Himbeeren, Barrique und Röstaromen. Im Gaumen seidenweich, fett, vollmundig, dem Bouquet aromatisch fast auf den Tupf gleich. Der Nachhall ist gleichbleibend und sehr lang, zum Abgang hin bricht er jedoch ab. Aber was ist das wieder für ein süffig guter Tropfen, Spass hoch 3. Der wird sicher in der Burgunder Blinddegustation im November 2019, weit vorne mitreden können. Die gute Note vor allem für sein Bouquet.
Am 28-10-2019 17/20 aus dem Veritas/Burgund-Alt/Riedel-Glas.
Nochmals: 13 Vol% Alc. Leider wurde dieser Wein ab 2012 oder 13, in seine beide Lagen, Biegarten und Leinele aufgeteilt, wobei der Leinele heute der Top Wein vom Schlossgut ist.
Tief dunkles Bordeauxrot, mit bräunlichem Schimmer. Das Bouquet offen und frisch wirkend. Es bringt Noten von roter Frucht und etwas Holz. Im Gaumen fein, weich und aalglatt. Er ist fruchtbetont, besitzt eine gute Säure, zeigt sich nicht zu schwer, aber süffig. Im Nachhall dreht sich das ganze zur Holzbetonung. An der grossen Burgunder Blinddegustation mit 9 Personen und 29 Weinen, an der er mit 15,83/20 Punkten den 11. Platz belegte. (Infos im Lexikon)
Am 17-11-2019 15,5/20 aus dem Rotwein/Burgund/Joseph-Glas.
2009Chasselas. Helles gelb. Verführerisch feine Nase mit Frucht, Tiefe, Feinheit und einer dezenten Süsse. Die Frucht erinnert etwas an Stachelbeeren, zudem sind noch Noten von Heu im Bouquet. Im Gaumen zeigt er sich als fein fetter und vollmundiger Wein, der kräftig und lang im Gaumen bleibt. Ein für den schweizer Chasselas-Trinker, einmal eine ganz andere Art diese Traube zu erleben.
Am 23-08-2010 16,5/20 aus dem Viña/404/Schott-Zwiesel Glas. Jetzt bis Ende 2011 trinken.
2009Pinot Blanc. Helles gelb. Mit Tiefe und Feinheit zeigt er sich aber eher noch verschlossen. Der dezente Barrique-Einsatz hält ihn noch in den Zügeln. Der Wein wirkt im Moment noch etwas pfeffrig und bitter, was ihn als idealer Begleiter zu gut gewürzten Fischgerichten macht. Es ist ein kräftiger Wein mit ebensolchem Abgang und langem Nachhall. Leider fällt der Wein bereits am zweiten Tag nach dem Öffnen stark ab. Daher sind die Noten klar auf den ersten Tag bezogen und es bleibt mit Spannung abzuwarten, in welche Richtung sich dieser Wein entwickelt. Ich nehme an, dass er sich in einem Jahr zugänglicher zeigt.
Am 23-08-2010 16,5-17/20 aus dem Viña/404/Schott-Glas.
2008Pinot Gris. Gelb. In der Nase die Noten von Holz-Honig, Blüten und Zitrusfrüchten. Es ist ein feines Bouquet mit Nuancen. Im Gaumen breit und sehr kräftig. Die Aromen vom Barrique dominieren, der geduldige mit einem guten Keller, wird sicher mit einem interessanten Wein belohnt. Wer jedoch die Frische vorzieht, dem wird er schon ab 2011 den Gaumen verwöhnen. Die geöffnete Flasche entwickelt sich nach einem Tag eher positiv.
Am 23-08-2010 17/20 aus dem Viña/404/Schott-Glas.  
2008Pinot Noir S. Kirschrot. Ein Bouquet zum Umhängen, oder anders gesagt, es fällt einem schwer das Glas wieder abzustellen. Der Wein hat Tiefe, Würze, Frucht und eine angenehme Portion vom Barrique mitbekommen. Im Gaumen noch weniger weit entwickelt. Dezent sind nach einiger Zeit Erdbeeren-Aromen zu erkennen. Ein fein, fetter Wein mit Raffinessen der Grösse und eine gute Balance von allen Komponenten hat, die in diesem Wein stecken. Es fehlt etwas am Abgang, um die ganz hohen Noten zu erhalten, doch können sich daran einige Burgunder die Zähne ausbeissen, bis Sie diese Reinheit erreicht haben.
Am 23-08-2010 16,5/20 aus dem Viña/Burgunderpokal/Schott-Glas. Trinken jetzt bis +2015.
Nochmals. Dunkles Kirschrot. Recht kompaktes, angenehmes, tiefes und ausgeglichenes Bouquet. Im Gaumen rund, vollmundig, mit gutem Nachhall, wobei der Abgang fehlt. Ein Wein mit guter Frucht, wie sie an dieser Burgunder Degustation nicht allzu vielmal anzutreffen war. Einziger, kleiner Notenabzug ergibt die leicht alkoholische Note zum Schluss, ansonsten ist er ein richtiger Spassmacher und um einiges weicher, als die anderen Weine in dieser Degustation. An der grossen Burgunder Blinddegustation, an der er aus 16 Weinen mit 8 Teilnehmer und 15,37/20 Punkten, den 5. Platz belegte. (Infos im Lexikon)
Am 23-10-2016 16/20 aus dem Gabriel Gastro-Glas. Trinken bis 2020.
2007Pinot Noir. Helles Bordeauxrot. Beginnt die erste Reife zu zeigen, mit aber immer noch frischen Pinot Noir-Noten. Er hat ein breites Bouquet mit Rauch, Holz und kaum wahrzunehmenden Karamell-Aromen. Im Gaumen wirkt er geballt, voll und fett mit einem angenehm, frischen Nachhall. Im Abgang bricht er leider ab.
Am 23-08-2010 16/20 aus dem Viña/Burgunderpokal/Schott-Glas. Trinken jetzt, bis 2013.
2005Pinot Noir. Helles Bordeauxrot. Beginnt die erste Reife zu zeigen, mit aber immer noch frischen Pinot Noir-Noten. Er hat ein breites Bouquet mit Rauch, Holz und kaum wahrzunehmenden Karamell-Aromen. Im Gaumen wirkt er geballt, voll und fett mit einem angenehm, frischen Nachhall. Im Abgang bricht er leider ab.
Am 23-08-2010 16/20 aus dem Viña/Burgunderpokal/Schott-Glas. Trinken jetzt, bis 2013.

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