Domaine Jean + Annick Parent

Galerie


Rue Château Gaillard
21190 Monthélie
(Côte d’Or Burgund) FRANKREICH
Tel.: 0033 389 21 21 98


Besitzer: Jean Parent
Rebenbestand rot: Pinot Noir
Rebenbestand weiss: Chardonnay

Rotweine

Monthélie AC

Traubensorte: Pinot Noir
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Monthélie 1er Cru Champs-Fulliot AC

Rebenfläche: 0,28 ha Pinot Noir
Jahresproduktion: ca. 1500 Flaschen
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Monthélie 1er Cru Clos Gauthey AC

Traubensorte: Pinot Noir
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Monthélie 1er Cru Sur la Velle AC

Traubensorte: Pinot Noir
*****

Monthélie 1er Cru Les Duresses AC

Rebenfläche: 0,37 ha Pinot Noir
Jahresproduktion: ca. 2000 Flaschen
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Volnay 1er Cru Frémiets

Rebenfläche: 0,74 ha Pinot Noir
Jahresproduktion: ca. 3000 Flaschen
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Volnay 1er Cru Clos des Chênes

Traubensorte: Pinot Noir
Jahresproduktion: ca. 420 Flaschen
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Pommard 1er Cru Rugiens AC

Rebenfläche: 0,49 ha Pinot Noir
Jahresproduktion: ca. 1600 Flaschen
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Weissweine

Monthélie 1er Cru Clos Gauthey AC

Traubensorte: Chardonnay
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Monthélie 1er Cru Château Gaillard AC

Traubensorte: Chardonnay

Die Domaine gehört Jean Parent, dem Vater von Annick Parent. Bevor Annick im Betrieb mitarbeitete, kelterte die Mutter die Weine, später machten Sie ihn zusammen und dann Annick alleine. Kompliziert ist die Sache deswegen, weil einige Weine unter dem Namen Annick, die anderen wieder unter Jean erscheinen. Die besten Jahre für Annick, waren sicher das Trio 1999, 2000 und 2001. Annick Parent pflegte die Weinberge selber und hatte in dieser Zeit auch Internationale Erfolge zu verzeichnen Trotzdem Jean Parent, der einen Teil des Clos Geauthey unter seinem Namen vermarktete, aber die Reben von seiner Tochter pflegen lies, vertraute den Ausbau seinem Freund Paul Garaudet an. Der Jahrgang 2002, der Weine mit viel Frucht bringen sollte, ging dann bei Annick als dünnes und sofort reifes Wässerchen in die Hose bzw. in den Rock. Annick durfte danach nur noch im Rebberg arbeiten, was ihr wiederum nicht passte und Sie sich nun wieder fest nach Paris, zu ihrer neu endeckten Leidenschaft dem Malen absetzte. Da man zum Teil die gleichen Etiketten verwendete und nur der Vorname geänderte wurde, gebe ich bei der Benotung die Namen an, wenn diese aufgeführt sind. Da an der Côte d’Or ein paar Parent zu Hause sind, gebe ich hier diesen Zweig der Familie, der mit Annick endet, noch genau an. Der Urgrossvater von Annick lebte von 1858 bis 1908 und Joannès PARENT, er hatte zwei Buben und eine Tochter, Alfred, Gabriel und Maxime, wobei der Gabriel der Vater von Jean PARENT wurde und der wiederum der Vater von Annick ist. Bei Alfred hört die Geschichte 1918, also im ersten Weltkrieg, auf. Maxime wiederum, steht für den Zweig der Domaine PARENT, als auch für François PARENT, der wiederum mit Anne-Françoise Gros verheiratet ist.

 2001Château Gaillard blanc. Annick Parent.
Goldgelb, mit klarem Rand. Feines Honig-Bouquet. Macht einen reifen Eindruck. Im Gaumen breit, weich, mit noch erfrischender Säure. Honig und Holz-Aromen sind deutlich zu erkennen. Im Abgang bricht er ab und zudem fehlt es mir etwas an Spannung. Der Wein sollte bis maximal 2009 ausgetrunken sein und nicht unter 10°C serviert werden.
Am 07-09-2008 14/20 aus einem Tulpen-Glas.
2001Monthelie 1er Cru Clos Gauthey. Annick Parent.
Dunkles, klares Mahagonirot. Kraftvolles, in die Tiefe gehendes Bouquet. Zeigt Wärme mit viel Zimtsüsse und käsiger Note. Im Gaumen Butter, fein, aber mit kraftvoller Aromatik. Wirkt am Schluss etwas trocken und bekommt Fruchtaromen, die nicht unbedingt ans Burgund erinnern, trotzdem es ist einer der wenigen aus den drei guten Jahrgängen 99,00 und 01, die Annick Parent Wein kelterte, die über 10 Jahre alt wurden. Es könnte jedoch auch sein, dass dieser wie oben im Text beschrieben, von Paul Garaudet gekeltert wurde, zudem diese Art von Wein mehr passen würde. Auch dieser hat nun aber seine volle Reife erreicht und wird nicht mehr besser, die letzten Flaschen sollten daher bis Ende 2017 ausgetrunken sein.
Am 31-10-2015 16,5/20 aus dem Vinoteque/Super800/Bormioli-Glas.
Nochmals. Diese Flasche mit höchstens 1,5 cm Schwund, perfekt gelagert.
Ziegel- bis Mahagonirot. Im Bouquet mit dezenter Lack-Note, bringt er aber auch etwas von roten Beeren mit. Die Holzaromen sind präsent, verbinden sich aber gut mit der Frucht. Im Gaumen überraschend frisch, kommt er als Leicht- bis Mittelgewicht an. Er hat jetzt immer noch genug Fett und wirkt daher noch geschmeidig und mit genügend Fülle. Die Kraft verloren, Spass macht er aber immer noch. Zum Essen passt dieser nun sicher besser, als einfach nur so. Schade, dass sich die Annick nach nur 4 Jahren, vom elterlichen Weingut wieder verabschiedete und sich erneut der Kunst zuwandte. 18 Jahre für ein Monthelie 1er Cru Hut ab.
Am 07-12-2019 16/20 aus dem Vinoteque/Super800/Bormioli-Glas.
2001Monthelie 1er Cru Clos Gauthey, blanc. Sattes, klares gelb. Das Bouquet weich und typisch für einen ausgereiften, weissen Burgunder. Auch im Gaumen überrascht dieser noch, nachdem der Château Gaillard blanc sich bereits 2010 mit starker Oxidation verabschiedete. Es ist aber auch zu sagen, die voran geöffnete Flasche war auch bereits hinüber. Beim genaueren Hinschauen ist, dass bei diesem Wein durch eine Trübung sogar durch die Flasche zu erkennen. Lagen diese in einem guten Keller, so sollten sie noch 1 bis 2 Jahre halten.
Am 31-10-2015 16/20 aus dem Vina/404/Schott-Glas. Die angebrochene Flasche war am anderen Tag nicht mehr gut.
2000Monthélie 1er Cru Champs-Fulliot. Dunkles, ganz klares Mahagonirot. Das Bouquet sehr gefällig, äusserst fein, filigran und mit feinsüsser Fruchtzeichnung. Im Gaumen mit optimaler Trinkreife. Vollmundig, ausgewogen, anfangs eher leicht wirkend, bekommt er dann aber immer mehr Kraft und hält im Nachhall über Minuten an. Sein Name ist passend, nebst der Frucht bringt er auch an Rauch erinnernde Aromen. Der Abgang kommt nur leicht, wird aber durch den kräftigen Nachhall wettgemacht. Austrinken bis 2015.
Am 09-12-2013 –16/20 aus dem Fine/Burgunderpokal/Schott-Glas.
1999Volnay 1er Cru, Fremiets, Annick Parent.
Gereiftes Bordeauxrot. In der Nase verführerisch fein duftend. Schmales Himbeeren Zimt-Bouquet, mit einem Hauch von Vanille und feiner Säure. Er ist ausgereift, vollmundig und schmeckt nach Erdbeeren mit Bitternoten. Die Säure wirkt noch erfrischend, jedoch bricht er im Gaumen abrupt ab, das zu einem fast geschmackslosen, leeren Abgang führt. In den nächsten 2 Jahren austrinken.
Am 25-04-2009 14,5/20 aus dem Vinum/Burgunderpokal/Schott-Glas.
1999Pommard 1er Cru Rugiens. Dunkles Rotbraun. Das Bouquet mit dezenter Oxidation, bringt es vorwiegend Holz- und Zimt-Aromen hervor. Die Frucht ist kaum mehr vorhanden. Noch trinkbar, aber ohne Spass zu machen. Es überwiegen Holz- und Zimt-Aromen, die Säure ist dominierend und nach hinten wird er trocken und bricht aromatisch ab. Ein Wein, der in den ersten 10 Jahren wirklich sehr gut war.
Am 08-06-2018 kaum mehr zu trinken, daher ohne Note.
1999Monthélie 1er Cru Clos Gauthey, Jean Parent. 13 Vol% Alc. 100% Pinot Noir.
Sehr dunkles Mahagonirot. Das Bouquet holzbetont und mit sehr dezenter Alkoholnote. Im Gaumen kommt er immer noch recht frisch an, zeigt aber auch da kaum etwas von Frucht und trotzdem, dieser hat immer noch Frische in sich. Er besizt eine gute Säure, die ihn als recht viel jünger erscheinen lässt, als er heute wirklich ist. Der Nachhall ist sehr lang und in dem kommt das Gefühl von etwas Frucht auf, ein Abgang hingegen bleibt aus. Er schmeisst mich heute nicht gerade vom Hocker, aber er ist einer der zeigt, wie alt auch ein 1er Cru aus weniger bekanntem Ort an der Côte d’Or werden kann. Sieht man sich nun die Degu-Notizen vom Pommard und Volnay 1999 an, so bestätigt sich hiermit sicher, dass dieser Wein nicht von Annick gemacht, sondern von Paul Garaudet, dem Freund von Jean Parent, der seine beste Lage nie seiner Tochter anvertraute.
Am 19-04-2020 16/20 aus dem Vinoteque/Super800/Bormioli-Glas.
1994Volnay 1er Cru Fremiets. Dunkles Mahagonirot. Das Bouquet mit nur dezenter Frucht, es dominieren mehr Wald- und Erdboden-Noten. Das Alter jedoch, ist im Bouquet nicht anzumerken. Im Gaumen geschmacklich an Korkengeschmack erinnernd, bringt er aber auch Frische und etwas Frucht hervor, die jedoch kaum zuzuordnend ist. Der erste Moment, in dem die Frucht noch etwas aufkommt, ist sicher der Beste, danach geht es bergab mit ihm und er trocknet aus. Trotzdem, neben dem Pommard 1999 im Vergleich, den dann nicht mehr die Mutter, sondern die Tochter kelterte, ist dieser doch um einiges frischer, aber nie so gut gewesen. Am 26-12-2012 gab ich diesem noch 14,5/20.
Am 08-06-2018 13/20 aus dem Vinoteque/Super800/Bormioli-Glas.
1994Pommard 1er Cru Rugiens. Dunkles Mahagonirot. In der Nase wirkt er nach dem dekantieren offen, immer noch gut, aber leichter als gewohnt oder erwartet. Im Gaumen mit viel Frucht, alkoholisch, immer noch mit Kraft, aber zum Ende hin trotz aufkommender Süsse zu trocken.
Am 30-12-2012 14,5/20 aus dem Fine/Burgunderpokal/Schott-Glas.
1993Pommard 1er Cru Les Rugiens. Kirschrot. Blockiertes, dumpfes, an altes Schuhleder erinnerndes Bouquet. Im Gaumen dasselbe, jedoch dort mit etwas Frucht. Fühlt sich sehr trocken und ausgezerrt an. Der Ledergeschmack kommt auch im Gaumen hervor, was ihn als unangenehmen Wein entlarvt. Wein machen, hatte man bei der Familie Parent nie richtig gelernt, dem Papa gehörte die Domaine, die Mutter machte den Wein, bis 1998 die Tochter Annick dies für ca. 5 Jahre übernahm.
Am 04-02-2017 12/20 aus dem Veritas/alte Welt Burgund/Riedel-Glas.
Nochmals. Mattes Mahagonirot. Kompaktes, offenes und fruchtbetontes Bouquet, bei dem die Holz-Aromen klar im Hintergrund stehen. Im Gaumen mit viel Frucht, aber auch wirklich genügend Säure, er wirkt dadurch auch etwas trocken und herb. Die Leder-Holz-Aromen kommen zwar auch noch etwas durch, doch macht diese Flasche Spass und ist kein Vergleich zur Letzten, die ich im kalten Februar 2017 getrunken habe. Da gibt’s jetzt zwei Möglichkeiten, zum einten schmecken im Winter die Weine einfach härter und zum andern, diese Flasche habe ich vom Winzer erhalten, die andere ist bezahlt und eventuell nicht vom gleich guten Haufen weggenommen.
Am 22-04-2019 16/20 aus dem Veritas/Burgund alt/Riedel-Glas.

Galerie Jean + Annick Parent