Clos Saint Pierre

Galerie


2527, Chemin du Petit Enfer
84100 Orange
(Rhône) FRANKREICH
Tel.: 0033 490 34 40 25 / Mobil: 0033 610 29 50 25


Besitzer: Clos Saint Pierre SCEA
Familie: Pierre und Carole Perveyrie
Übernommen: 2009
Erwähnt: wurde das Weingut erstmals 1895
Rebenfläche: 4,5 ha
Ernte: von Hand
Ertrag: 24 bis 33 hl pro ha

 
Rotwein

Urbi, Châteauneuf-du-Pape AC

Traubensorten: 40% Grenache, 40% Syrah und 20% Mourvèdre
*****

Weisswein

Orbi, Châteauneuf-du-Pape AC

Traubensorten: 40% Grenache Blanc, 40% Roussanne und 20% Clairette

Im Sommer 2013, hat man mit dem Bau des neuen Kellers begonnen. Es werden im Moment nur zwei Weine angeboten. Der Châteauneuf und ein Côtes-du-Rhône. Mit dem Jahrgang 2014 brachte das Weingut Clos Saint Pierre dann auch den weissen Châteauneuf-du-Pape, mit dem Namen Orbi auf den Markt. Ende 2017 versuchten wir eifrig den Urbi 2015 zu bekommen, bekamen dann aber die Aussage, er sei schon ausverkauft. Seit Anfang Oktober haben wir dann versucht den Jahrgang 2016 zu sichern, wobei man uns immer auswich und eine Bestellung verzögerte. Nun anfangs November 2018 bekamen wir das Telefon von Carole Perveyrie, es täte ihr leid aber sie hätten Clos Saint Pierre samt der Ernte 2015, 2016 und 2017 à Block verkauft. Auf die Frage warum dann das, nur die Antwort, es sei kompliziert. In Frankreich wird kompliziert meistens mit Scheidung, Todesfall oder mit Finanzproblemen in Verbindung gebracht, wobei wir an letzteres nicht glauben. Da jedoch auf Clos Saint Pierre nur etwa 2’000 Châteauneuf produziert wurden und man von denen in der gelebten Art nicht hätte sein können, könnte die Antwort auch im überdimensionierten Cuvier liegen, der für weit mehr Wein eingerichtet wurde, als nur für 2’000 Flaschen Châteauneuf. Es könnte also auch sein, das ein fester Auftraggeber abgesprungen ist. Irgendwann werden wir dann aber auch genau erfahren, was Carole uns mit kompliziert mitteilen wollte. Vom neuen Käufer, haben wir bis jetzt noch nichts gehört.

2015Urbi und Orbi sind Geschichte, die Familie Perveyrie hat das Weingut mit der ganzen Ernte ab 2015, 2016 und 2017 à Block verkauft. Diese Info bekamen wir leider erst anfangs November 2018.
2014Orbi, Châteauneuf-du-Pape, blanc. Jahresproduktion 1150 Flaschen.
Helles, blasses gelb. Recht kräftiges, frisches, fruchtiges Bouquet, mit leichter Grün-Note. Im Gaumen auch noch sehr frisch wirkend, die Frucht zurückhaltend mit dezenter Bitter-Note. Ein Wein, der jetzt auf jeden Fall nicht zu kalt getrunken werden sollte. Er kommt dann recht fein und zeichnet Trauben und Stachelbeeren-Aromen. Er sättigt nicht, wird besser desto leerer die Flasche wird, wollen Sie diesen Effekt verkürzen, so dekantieren Sie ihn. Kein schwerer Châteauneuf, wie man ihn vom Süden vielleicht erwarten würde, aber sicher einer, bei dem sich bei diesem wie den kommenden, die Entwicklung mit Spannung verfolgt werden darf.
Am 02-10-2016 +15,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.
2013Urbi, Châteauneuf-du-Pape. Ernte: am 07-11-2013, Traubensatz: 40% Grenache, 40% Syrah und 20% Mourvèdre. Jahresproduktion: 1833 Flaschen, Abgefüllt 23-12-2014.
Dunkles, klares Bordeauxrot. Das Bouquet nach Zwetschgen-Kompott, tief und mit feiner Fruchtsüsse. Im Gaumen frisch, vollmundig, mit würzig-fruchtiger Note. Ein filigraner Châteauneuf, der aber aromatisch-kräftig auftritt und sehr lang im Nachhall stehen bleibt. Der Abgang kommt andeutungsweise. Eine ¼ bis ½ Stunde zuvor dekantieren, trägt viel dazu bei, ihn unwiderstehlich zu machen.
Am 21-10-2017 17/20 aus dem Veritas/Bordeaux/Riedel-Glas. Trinken bis 2025.
2010Urbi, Châteauneuf-du-Pape. 14 Vol% Alc. 40% Grenache, 40% Syrah und 20% Mourvèdre. Erntebeginn: 20. Sep. 2010, Abgefüllt: 16. Feb. 2012, ohne Schönung und Filtration. Es wurden nur 2‘266 Flaschen abgefüllt.
Tief dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet tief, es wirkt aber eher noch verschlossen, bringt aber warme, sehr feine Brombeeren-Aromen hervor, die gut in die Holz-Aromen eingebunden sind. Der Nachhall ist fast unendlich, der Abgang kommt andeutungsweise. Ich hab das Gefühl, die 40% Syrah und die 20% Mourvèdre, bringen ihn zu dieser Frische und der doch deutlichen aufkommenden Säure, die aber keinen falls aufdringlich wirkt. Ein Wein, der sicher noch weitere 5 bis 10 Jahre braucht, um richtig aus dem Busch zu kommen.
Am 01-05-2021 +16,5/20 aus dem Veritas/Bordeaux/Riedel-Glas.
Nochmals. Nun zuerst 3 Std. in der Karaffe.
Die Farbe immer noch mit tief dunklem Bordeauxrot. Das Bouquet leicht holzbetont, aber gut unterlegt mit Zwetschgenkuchen-Aromen. Er wirkt aber immer noch recht verschlossen und frisch. Im Gaumen kommt er anfangs kurz wie Sahne an, baut dann sofort Frucht, dann sehr kräftige Holzaromen auf. Er wirkt dabei edel-kraftvoll und ohne wirklich sein Alter zu verraten. Im sehr langen Nachhall, kommen auch noch Tabak- und wieder Holzaromen auf. Ein von Tannin und Säure strotzender Langläufer, der auf jeden Fall Geduld braucht. Auch wenn er sich im Abgang immer noch nicht richtig zeigt würde ich sagen, der hat seine Glanzzeit noch nicht erreicht und dürfte sich in jeder Hinsicht noch steigern.
Am 19-09-2021 17/20 aus dem Veritas/Burgund-alt/Riedel-Glas. Trinken bis 2028.

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