Château Malartic-Lagravière


39, Avenue de Mont Marsan
33850 Léognan
(Graves Bordeaux) FRANKREICH
Tel.: 0033 556 64 75 08 / Fax: 0033 556 64 99 66
Internet: www.malartic-lagraviere.com


Besitzer: Alfred-Alexandre et Michèle Bonnie
Rebenfläche rot: 46 ha
Pflanzendichte: 10’000 Rebstöcke pro ha
Rebenbestand rot: 45% Cabernet Sauvignon, 45% Merlot 8% Cabernet Franc und 2% Petit Verdot
Jahresproduktion rot: ca. 180’000 Flaschen
Rebenfläche weiss: 7 ha
Pflanzendichte: 10’000 Rebstöcke pro ha
Durchschnittsalter der Stöcke: 25 Jahre
Rebenbestand weiss: 80% Sauvignon Blanc und 20% Sémillon
Jahresproduktion weiss: ca. 30’000 Flaschen
Beratende Oenologen: Michel Rolland und Athanase Fakorelis

Rotwein

Château Malartic-Lagravière, Grand Cru Classé, Pessac-Léognan AC

Ausbau: in Barriques von denen jedes Jahr 50-70% durch neue ersetzt werden
*****

Zweitwein

Le Sillage de Malartic

*****

Weisswein

Château Malartic-Lagravière blanc, Grand Cru Classé, Pessac-Léognan AC

Vinification und Ausbau: in den Barriques
40-60% davon werden jedes Jahr durch neue ersetzt
*****

Zweitwein

Le Sillage de Malartic

Erstmals war ich auf dem Château 1989, als noch der ehrfürchtige Jacques Marley das Zepter führte. Mein Begleiter Helmut Edinger und ich, wurden bei unserem Besuch gebeten, bei Ihm vor dem Schreibtisch Platz zu nehmen. Ich vergesse diese fast unglaublich bis liebenswerte Art, die er an diesem und vermutlich auch an anderen Tagen von sich zeigte, nie mehr. Wir kamen uns vor wie seine Schulknaben. Er fragte uns aus, wo wir überall waren, was wir über Wein aus dem Graves schon wussten, und kennt Ihr denn meine Weine schon, fragte er. Mir blieb ehrlich gesagt fast die Spucke weg, dass er nicht noch nach der Schuh Grösse fragte, war zu guter Letzt fast noch ein Wunder. Auf jeden Fall sah er unsere Dokumentationen, die wir bei uns hatten, ganz genau an. Unsere Geduld und das Verständnis für diesen Akt, hing nur noch an einem seidenen Faden. Doch als er endlich mit dem Durchsehen unserer Unterlagen fertig wurde, wirkte er wie ein umgekehrter Handschuh. Er fing an uns zu erzählen was er jetzt mit uns vor hatte. Zuerst die Reben dann die Produktion, der Keller und zur einer kleinen Degustation, wollte er uns beim Essen in ein nah gelegenes Restaurant einladen. Was sagt man dazu? Unglaublich würde ich sagen, aber es kam noch besser denn er hatte immer mehr Gefallen an uns gefunden, so dass er am Schluss mit uns zum Château zurück fuhr und uns eine ganze Kiste alter und neuer Jahrgänge von Weiss-und Rotweinen mitgab. Ein unvergessliches Erlebnis, das durch unsere bis zum Zerreisen geprüfte Geduld sogar noch belohnt wurde. Nach Marleys Zeit hatte das Château die Laurent-Perrier Gruppe übernommen, die es dann 1996 wiederum an Alfred-Alexandre Bonnie verkaufte. 1997 begann dieser mit der gesamthaften Renovierung der Keller und des Châteaus.

2016Château Malartic-Lagravière, blanc. Helles, blasses gelb. Das Bouquet sauber, fruchtig und recht offen. Im Gaumen eher fett und voll, aber kurz, wie etwas bitter im Nachhall.
Am 20-06-2017 15,5/20 an der VINEXPO-Bordeaux, ein Vorabzug aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas.
Nochmals. Helles, blasses gelb. Das Bouquet mit guter Frucht, es kommt breit und zeigt Noten von Zitrusfrüchten. Im Gaumen kommt er vollmundig, mit viel Frucht, ist fein, hält aromatisch lange an und bricht aber mit Süsse nach hinten ab.
Am 13-11-2018 16/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas. Verkostet kurz nach der Abfüllung.
2015Château Malartic-Lagravière. Tief dunkles Kirschrot. Das Bouquet tief, konzentriert, frisch und mit angenehmer Fruchtsüsse. Er ist vollmundig, sehr gut, geschmeidig, dicht und mit perfekt dazu passender Säure. Einfach gesagt, ein sehr zugänglich Wein. Malartic-Lagravière hat sich in den letzten Jahren stetig verbessert und muss mit diesem Wein, wohl zur Spitze der Appellation Pessac-Léognan gezählt werden. Es darf mit Spannung abgewartet werden, kommt es mit dem hochgelobten 2016 noch besser?
Am 09-11-2017 17/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas.
2015Château Malartic-Lagravière, blanc. Blasses gelb. Ein sehr feines, tiefgründiges und filigranes Bouquet. Im Gaumen vollmundig, sehr gut, fast ölig fliessend aber zum Abgang hin abbrechend. Sicher ist dieser nicht der Musterweisswein, aber für Leute denen Säure und die Frische eines Weissweines aneckt, könnten an diesem gefallen finden. Solche Weine können den Einstieg zum Weissweintrinken sein.
Am 09-11-2017 16,5/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas.
2014Château Malartic-Lagravière. Dunkles, mattes Kirschrot. Kein hochdichter Wein, aber mit guter Balance zwischen Frucht und Barrique-Aromen. Ein gut wie süffiger Wein, bei dem Nachhall und Abgang überzeugt.
Am 15-06-2015 16,5/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas. Als Vorabzug an der Vinexpo.
2012Château Malartic-Lagravière, blanc. Helles, klares gelb. Offen tiefes Bouquet von Süsse und Zitrus Noten gezeichnet. Ein vollmundig kräftiger und sehr angenehmer Wein, mit schöner Fruchtsüsse. Der Nachhall ist lang, der Abgang bleibt aus.
Am17-06-2013 16/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas. An der Vinexpo in Bordeaux.
2010Château Malartic-Lagravière, blanc. Helles gelb. Sehr fein, kein Angeber, aber einer mit Tiefe, gefällt mir vom Bouquet her gut. Auch im Gaumen macht dieser Spass, obwohl an er an der Grenze von süss für trockene Weine liegt. Ich würde dem nachsagen, das ist ein richtig gutes Mode Tussi.
Am 20-06-2011 15,5/20 aus dem C+ S-Glas an der Vinexpo.
2009Château Malartic-Lagravière, blanc. Zum Voraus, dieser Wein ist für mich einer der interessantesten weissen Grand Cru Classeé aus dem Graves 2009. Helles, klares gelb. In der Nase ausgeglichen, tief, voll mit einer kaum von anderen erreichten Ausgewogenheit von Holz und Frucht. Auch im Gaumen lässt dieser kein Fehl und Tadel aufkommen. Sicher ist er nicht der Kräftigste, aber einer der mit dieser Hitze wohl besser fertig wurde, als andere Weisse.
Am 08-11-2011 16/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas.
2006Château Malartic-Lagravière, blanc. Helles gelb. In der Nase dezent, hat Frucht und Süsse gebunden in angenehmen Holz Noten. Auch wenn er im Gaumen noch mit Frucht und Vanille Aromen aufkommt, bleibt er doch zur Mitte hin etwas leblos und lässt Tiefe wie Länge vermissen.
Am 05-11-2008 14,5/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas.
2005Château Malartic-Lagravière. Sehr tief dunkles Kirschrot. In der Nase fein und voll mit Kirsch-Kompottartigem Bouquet. Auch der Gaumen zeigt sich voll, mit weich fruchtigem, sehr fettem Stiel. Er hat Kraft, zeigt sich von einer modernen, fast amerikanischen Art.
Am 13-11-2007 16/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas, an der Degustation von der Union des Grand Crus de Bordeaux in Genf.
1989Château Malartic-Lagravière. Dunkles, klares Mahagonirot mit Schwebeteilchen. In der Nase weinig, alkoholisch und irgendwie vorbei. Auch der Gaumen gefällt gar nicht, meine Notizen aus der Blinddegustation sagen nur, der war nie gross, ist es heute auch nicht und wird es auch nie mehr werden. An der grossen Bordeaux Blinddegustation, an der er mit 12,63/20 den letzten Platz belegte.
Am 15-05-2011 12,5/20 aus dem Viña/404/Schott-Glas.
1986Château Malartic-Lagravière. In der Nase Kaffee-Röst-Aromen. Auch im Gaumen nebst Frucht noch dominante Röst-Aromen. Er Besitz eine gute Säure und angenehme Holz Aromen. Mit dem 1985er zusammen getrunken, gefiel mir dieser etwas besser.
Am 02-10-1989 14/20 aus dem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas.
1986Château Malartic-Lagravière, blanc. Helles gelb. Wirkt verschlossen, tief und frisch, mit etwas Zitrone in der Nase. Im Gaumen wirkt noch etwas grün und unfertig, aber auch mit einer frischen Säure. Er zeigt einen langen Abgang. Mit dem Domaine de Chevalier zusammen getrunken, gefiel mir der Malartic aber besser.
Am 09-12-1992 16/20 aus dem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas.
1985Château Malartic-Lagravière. Nur kurz notiert. In der Nase noch tiefe Kaffee-Röst-Aromen. Im Gaumen noch angriffig und voll. Zeigt eine gute Harmonie.
Am 02-10-1989 13,5/20 aus dem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas, trinken ab ca. 1992.
1985Château Malartic-Lagravièreblanc. Helles gelb mit klarem Rand. Angenehmes Frucht-Holz-Bouquet. Zeigt sich aber im Grossen und Ganzen noch verschlossen, jedoch mit vielversprechender Zukunft.
Am 31-08-1987 16/20 aus einem Bordeaux-Glas, im gespenstigem Château de Rolland Restaurant bei Barsac.
1983Château Malartic-Lagravière. Dunkles, tiefes, trübes Mahagonirot. In der Nase Zimt und Amarenakirschen, zeigt Tiefe und Süsse. Fein und trocken ist er, von einer dominanten Säure begleitet, die jedoch beim Essen kaum Wirkung zeigt. Er zeigt sich von der erdigen, runden Sorte mit einem mittellangen Abgang.
Am 15-11-1992 14/20 aus dem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas, er hält sicher noch bis 1996.
1977Château Malartic-Lagravière. Immer noch recht dunkle, jugendliche Farbe. Für ein übles Jahr wie dieses es war, ist das schon erstaunlich. In der Nase vom Holz noch verdeckte Frucht. Fein, aber auch schlank, mit noch angenehmen, lang anhaltendem, erdigem Geschmack. Noch eine frische Säure, die Ihn wach hält. Im Nov. 1985, keine Noten gegeben.