Château Léoville-Las-Cases

Galerie

33250 Saint-Julien
FRANKREICH
Tel.: 0033 556 73 25 26 / Fax: 0033 556 73 25 26
Internet: www.domaines-delon.com


Besitzer: SC Château Léoville-Las-Cases
Jean-Hubert Delon und seine Schwester, Geneviève d’Alton
Leiter: Jean-Michel und Jean-Hubert Delon
Rebenfläche: 96 ha
Rebenbestand: 65% Cabernet Sauvignon, 19% Merlot,
13% Cabernet Franc und 3% Petit Verdot
Pflanzendichte: 8‘000 Reben/ha

Rotwein

Château Léoville-Las-Cases, 2ème Grand Cru Classé, Saint-Julien AC

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Zweitwein

Clos du Marquis, Saint-Julien AC

Ein Weingut mit starker Präsenz, in mitten des Dorfes und auch am Ende gegen Pauillac, zu wo an der linken Strassenseite der Torbogen zu sehen ist, der das Etikett von Las-Cases schmückt. Nach Château Lagrange und Château Talbot ist es mit 96 ha das 3. grösste Weingut in Saint-Julien. Ein Wein, bei dem ich es nicht verstehen kann wieso er so viel kosten soll. In bis jetzt jeder von uns organisierten Blindverkostung ging dieser Wein mit dürftigen Noten aus, und wurde sogar zum Teil von Château Gloria geschlagen. Einzig der 1985er, er zeigt sich fortlaufend in besserer Qualität und wurde von anderen eigentlich meistens als schwächerer Las-Cases bewertet. Unser letzter Besuch war im Juni 2011 als wir neben dem Château Léoville-Las-Cases 2010, auch die anderen neueren Château Errungenschaften von Las-Cas wie z.B. Château Nenin in Pomerol, degustieren durften. Zwar finde ich nun, dass der Grand Vin zu den besseren Weinen aus der Top Elite gezählt werden darf, doch glaube ich immer noch, das dieser Wein zu teuer ist, woran natürlich in erster Linie die Kunden schuld sind, die diese Preise bezahlen und nicht der Produzent, der noch verständlicher Weise dieser Preis-Spirale nach oben folgt.

2010Château Léoville-Las-Cases, 2ème Grand Cru Classé Saint-JulienDichtes, dunkles violett. In der Nase mit vielversprechender Tiefe und angenehmen Cassis Noten. Im Gaumen kompakt, kräftig, perfekt ausbalanciert und wie wenn er von feinem Schliff sei. Er macht selbst als Vorabzug einen verschlossenen Eindruck und kündet sich als Langstreckenläufer an, dass wiederum verlangt vom Käufer dieses Weines viel Geduld ab, bis er ihn mit Genuss trinken kann.
Am 23-06-2011 17,5/20 aus einem Bordeaux-Glas.
2007Château Léoville-Las-Cases, 2ème Grand Cru Classé Saint-Julien. Jahresproduktion 190’00 Flaschen. 
1995Château Léoville-Las-Cases, 2ème Grand Cru Classé Saint-Julien. Tief dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet tief, kraftvoll, fruchtbetont und gut im Holz eingebunden. Im Gaumen ein dichtes Kraftpacket und da auch fruchtbetont. Er wirkt ausgeglichen, bringt die Aromen von schwarzen Kirschen, Minze, Holz und Tabak hervor. An der grossen Bordeaux Blindverkostung mit 11 Teilnehmern, an der er mit 16,77/20 den 1. Platz von 25 Weinen belegte.
Am 19-02-2017 16,5/20 aus dem Viña/504/Schott-Glas. Trinken bis 2030 und mehr.
1988Château Léoville-Las-Cases, 2ème Grand Cru Classé Saint-Julien. Violett-Rot bis zum Rand. In der Nase rauchig, Holz und etwas Gummi, macht einen noch verschlossen Eindruck. Im Gaumen fruchtig, mit starker Säure und Tannin-Reserve. Mittelang und grün, eher kräftig als fein. Braucht noch Lagerung.
Am 03-06-1991 16,5/20 aus dem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas.
Nochmals. Flasche war sehr gut gelagert, jedoch war der Füllstand nicht optimal, was der durch und durch nasse und schon rot eingefärbte Korken erklären dürfte. Korkenlänge 5,4cm.
Dunkles Bordeauxrot bis zum Rand. Kaum Alters-Anzeichen in der Farbe. Das spricht eigentlich für den Wein, bei diesem Füllstand. In der Nase, tief kräftig, opulente nach Cassis und Holz riechend. Störend an der ganzen Sache nur, wieder die grüne Note, die halt einfach auf unreifes Traubengut hinweist. Im Gaumen breit, mehr Frucht als in der Nase.
Nochmals. Tabak und auch das störend Grüne, mit präsenter Säure lässt die Vermutung zu, er könnte sich noch verbessern. Im Abgang passiert eigentlich gar nichts. Getrunken parallel mit dem Cheval-Blanc 1988, 37,5cl und dem Ridge Montebello 1985, 37,5cl der das Beste von allen dreien war.
Am 03-08-2008 16/20 aus dem Audrey/Bordeaux-Wasser/Schott-Glas.
Nochmals. An der grossen Bordeaux-Blinddegustation, an der er mit 16,05/20 Punkten den 4. Platz von 23 Weinen erzielte.
Dunkles Mahagonirot. Im Bouquet ausgewogen und mit all den Aromen ausgestattet, die so ein Bordeaux in diesem Alter haben kann. Auch im Gaumen ist er ausgeglichen, kein Schwergewicht, aber absolut sauber gemacht. Er hat noch genug Frische in sich und macht jetzt auch Spass zu trinken. Es lohnt sich diesen Wein zu dekantieren und ihm vor dem Trinken Zeit zu lassen, um sich richtig zu öffnen.
Am 18-10-2009 15,5-16/20 aus dem Fine/660/Schott-Glas.
Nochmals. Dunkles Bordeauxrot, im Rand ins Mahagoni gehend. Das Bouquet einfach super, nur Frucht und etwas Holz, wirklich keinerlei Altersanzeichen. Zum Umhängen gut. Im Gaumen mit fast unglaublicher Frische und das wohl noch aus einer 37,5cl Flache. Wie lange hat dies doch gedauert, bis dieser Wein seine Form gefunden hat, Wahnsinn. Er bringt zwar keinen Abgang, doch seine fruchtige, vollmundige Art überzeugt, bis in den letzten Spalt des Gaumens. Süffig und nochmals süffig. Die Blinddegustation im 2009 zeigt, wie viel zu jung dieser Wein im 2009 war. Ich werde auf jeden Fall im 2018 nochmals eine 88er Degustation organisieren.
Am 10-07-2017 +17/20 aus dem Veritas/Bordeaux/Riedel-Glas.
Nochmals. Ohne meine letzte Notiz gelesen zu haben, fand ich ihn überraschend gut. Bordeaux vom feinsten, ein Musterknabe.
Am 29-03-2018 17/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.
Nochmals. Bordeauxrot. Sehr warmes, offenes, flaches Bouquet, mit deutlichen Eichenholz-Noten. Im Gaumen streng, mit Bitter-Noten und einer gewissen Schärfe. Schmeckt, wie viele, alte Ducru-Beaucaillou halt so schmecken. Er belegte an der grossen Bordeaux Blinddegustation mit 16,61/20 Punkten, den 8. Platz von 20 Weinen. Diese Flasche war sicher fehlerhaft.
Am 11-11-2018 16/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas. Trinken bis 2030.
Nochmals. 37,5cl Flasche. Tief dunkles Bordeauxrot, ins Mahagonirot auslaufend. Wirklich frisch wirkendes, filigranes Bouquet, mit Noten von Petersilie, Holz und roten Früchten. Dieses Bouquet hat kaum etwas zu tun mit der Flasche an der Degustation. Im Gaumen dann eher fruchtig, aber auch Zimt- und Holz-Aromen kommen auf. Er wirkt fast sandig mit punktuell geballter Aromatik. Diese Flasche sicher anders, vielleicht auch etwas besser in der Aromatik als die an der Degustation, aber sicher auch nicht wirklich besser.
Am 09-12-2018 16/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.
1986Château Léoville-Las-Cases, 2ème Grand Cru Classé Saint-Julien. Sehr dunkel und leicht trüb. Tief und verschlossen in der die Nase, mit frischem, stechendem Holz-Bouquet, das von Vanille und feuchtem Papier-Aromen begleitet wird. Im Gaumen angriffig, ein guter Säure- und Tannin-Ausgleich, lässt ihn fruchtig wirken.
Am 08-11-1991 15,5/20 aus dem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas. Trinken ab 1996.
Nochmals. Mitteltiefes Bordeauxrot mit Mahagonirand. Fein und etwas metallisch und pappig in der Nase. Im Gaumen ist er trocken, fein und wirkt immer noch etwas grün. Er ist kurz aber noch angenehm und sicher nicht mehr zum langen Lagern geeignet.
Am 28-10-2007 an der grossen Bordeaux Blinddegustation 13/20 aus dem Bordeaux-Glas. Durchschnittsnote an diesem Tag 15/20 von 28 Weinen und 11 degustierenden Personen.
Nochmals. Eine 37,5cl Flasche. Tief dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet immer noch relativ frisch, nach Brombeeren und etwas Holz duftend. Im Gaumen anfangs sehr fein, dann kommt Säure und Frucht auf, mit der er aber auch von fein zu herb wechselt. Mir fehlt ein deutlicher Nachhall, vom Abgang gar nicht zu reden. Vielleicht war das bis jetzt aber trotzdem die beste Flasche, aus diesem Atomkatastrophenjahr. Das aber gerechtfertigt aber auf keinen Fall den Preis, den man für so eine Flasche hinlegen muss.
Am 12-10-2015 15,5-16/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.
Nochmals. Eine 37,5cl. Flasche. Tief dunkles Bordeauxrot, es zeigt sich farblich kaum Alter an. Das Bouquet warm, mit leichter, animalischer Note, bringt er in der Tiefe auch Schwarzfruchtaromen, Holz und alles, in einer bezaubernden Süsse. Im Gaumen erst die Holz, dann Mocca, die Frucht schwach, eingebettet in diesen Holz- und Mocca-Aromen. Das tut ihm aber nichts ab, er überzeugt mit fast traumhaft guter Struktur, bei der man vom Praline-Effekt sprechen darf. Sehr langer, konstanter Nachhall, in dem er dann seine wirkliche Finesse preisgibt.
Am 18-12-2020 17/20 aus dem Veritas/Riesling-Zinfandel-Glas.
1985 Château Léoville-Las-Cases, 2ème Grand Cru Classé Saint-Julien. Helles Mahagoni. In der Nase noch etwas Frucht ein bisschen Holz. Im Gaumen sehr ausgewogen und lang. Bleibt sicher noch ein paar Jahre weiter gut zu trinken. An der grossen Bordeaux Blinddegustation, an der er mit 16,27 Punkten den 8. Platz von 23 Weinen und 10 anwesenden Personen belegte.
Am 23-04-09 16/20 aus dem Viña/404/Schott-Glas.
Nochmals. Jetzt mit ganz anderer Farbe. Tief dunkles Bordeauxrot. In der Nase, Spargel, schwarze Beeren und Barriques Noten. Im Gaumen kommt er mit Gewicht und Cassis Aromen, er ist im Gaumen viel besser als es die Nase ankündet. Ein erstaunlich ausgeglichener Las-Cases bei dem die Flasche schneller leer wurde, als uns lieb war. Von der Farbe her sieht das aus, wie wenn es sich bei dieser um eine andere Abfüllung gehandelt hat, auch hätte diese Flasche noch sicher weitere 10 Jahre im Keller bleiben können.
Am 10-01-2010 17/20 aus dem Vinoteque/Maturo49/B-Glas.
Nochmals. Dunkles Bordeauxrot. In der Nase Tabak, Stall und Zimt Noten, zeigt sich mit enorm tiefen Bouquet und erstaunlicher Frische. Im Gaumen sehr fein, frisch, mit immer noch deutlichen grünen Noten. Ein Wein, der vor allem Freude bringen wird wenn Sie Zeit haben, und den Wein 1 – 2 Stunden vor dem trinken dekantieren können. Dann erst wird er seine Eleganz und das grosse Können seines Machers preisgeben. Bitte nicht unter 18°C trinken.
Am 22-05-2011 +17,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Trinken bis 2030.
1983Château Léoville-Las-Cases, 2ème Grand Cru Classé Saint-Julien. Bordeauxrot mit Mahagonirand. In der Nase frisches, feines Holz, wirkt jedoch noch verschlossen. Ein noch starkes Säure-Tannin-Spiel dominiert. Wirkt trocken.
Am 03-06-1991 16/20 aus dem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas.
Nochmals. Bordeauxrot. Sehr verhaltenes Bouquet, das nicht ganz sauber wirkt und alkoholisch ist. Im Gaumen aromatisch grün, mit Holz und dezenten Fruchtaromen. Er wirkt frisch, leicht bitter, etwas schlank und mir zum Schluss zu trocken. An der kleinen Bordeaux-Blinddegustation 1983.
Am 04-03-2018 14/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.
1978Château Léoville-Las-Cases, 2ème Grand Cru Classé Saint-Julien. Bordeauxrot, bräunlicher Rand. Holz, Gewürze und Süsse zeigend, liegt er schwer in der Nase. Im Gaumen ist er mir zu schlank.
Am 03-06-1991 aus dem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas. 
1966Château Léoville-Las-Cases, 2ème Grand Cru Classé Saint-Julien. Tief dunkles ins braun gehende Bordeauxrot. In der Nase zeigt er viel Säure. Im Gaumen Frucht, mit eher genügend Säure. Keine Offenbarung aber gut auf jedenfalls. Der hält sicher bis 1995 aber vielleicht auch noch viel länger.
Am 03-06-2009 16/20 aus dem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas.
Nochmals. Jetzt aus einer Magnum mit Füllstand mittlerer Schulter, beim ansetzen des Korkenzieher viel der Korken gleich in die Flasche. Unsere Bedenken, dass man das noch trinken konnte stiegen von Minute zu Minute. Als ich dann aber meinen Riecher über der Flasche schwenkte, waren die Bedenken schlagartig Vergangenheit. Tiefdunkles Mahagonirot. In der Nase sehr fein, mit Tabak, grün und Süssnoten. Im Gaumen vollmundig, fein, fett mit immer noch dezenter grünen Noten. Ein absolut ausgeglichener zum Träumen animierender Wein, und so etwas überrascht mich natürlich bei einem Las-Cases umso mehr. Bei gutem Füllstand wird diese Flasche sicher noch weiter fünf Jahre halten.
Am 18-07-2009 16,5-17/20 aus dem Pure/Bordeauxpokal/Schott-Glas.

Galerie Château Léoville-Las-Cases