Weingut Baumann

Galerie


Dorfstrasse 23

8216 Oberhallau

Schaffhausen / SCHWEIZ

Tel.: 0041 52 681 33 46 + 0041 52 681 33 56

E-Mail: mail@baumannweingut.ch

Internet: www.baumannweingut.ch


Besitzer: Familie Baumann

Rebenfläche total: 8,40 ha

Rebenfläche: auf 16 Parzellen verteilt

Rebenflächen: Pinot Noir 5,93 ha, Müller-Thurgau 0,42 ha, Pinot-Gris 0,29 ha,

Chardonnay 0,81 ha, Dornfelder 0,27 ha und unbestockt 0,67 ha

Ertrag: 40 bis 48 hl/ha


Rotweine

Pinot Noir Beerli, Schaffhausen AOC

Ausbau: im Stahltank

Jahresproduktion: ca. 5‘400 Flaschen (2012)

*****

Pinot Noir Classique, Schaffhausen AOC

Ausbau: 12 Monate in gebrauchten Barriques

Flaschenformate: 37,5cl und 75cl

Jahresproduktion: ca. 1‘600 Flaschen (2011)

*****

Pinot Noir Auslese, Schaffhausen AOC

Gärung und Ausbau: in 600l Eichenfässern

Flaschenformate: 37,5cl und 75cl

Jahresproduktion: ca. 5‘500 Flaschen (2012)

*****

Pinot Noir ann mee, Schaffhausen AOC

Gärung: in 600l Eichenfässern

Ausbau: 18 Monate im Barrique, davon 2/3 neue und 1/3 einjährige Barriques

Flaschenformat: 75cl

Jahresproduktion: ca. 1‘100 Flaschen (2011)

***** 

Pinot Noir -R- , Schaffhausen AOC

Lage: Röti, daher -R-

Ausbau: 15 Monate im Barrique, davon 60% neue und 40% gebrauchte Barriques

Flaschenformate: 75cl und 150cl

Jahresproduktion: ca. 1‘800 Flaschen (2011)

*****

Rosé

Federweisser, Schaffhausen AOC

Gärung und Ausbau: im Stahltank

Jahresproduktion: ca. 1‘500 Flaschen (2012)

*****

Rosé, Schaffhausen AOC

*****

Weissweine

Müller-Thurgau, Schaffhausen AOC

Gärung und Ausbau: im Stahltank

Flaschenformate: 37,5cl und 75cl

Jahresproduktion: ca. 2‘400 Flaschen (2012)

*****

Müller-Thurgau Alte Reben, Schaffhausen AOC

Gärung und Ausbau: im Stahltank

Jahresproduktion: ca. 700 Flaschen (2012)

*****

Chardonnay, Schaffhausen AOC

Gärung und Ausbau: 10 Monate in gebrauchten Barriques

Jahresproduktion: ca. 1‘600 Flaschen (2012)

*****

Pinot Gris, Schaffhausen AOC

Gärung und Ausbau: 10 Monate in 2-3 mal gebrauchten Barriques

Jahresproduktion: ca. 1‘000 Flaschen (2012)

Den Pinot Noir -R- 2005 geschenkt bekommen und für mehr als gut empfunden. Schon damals hiess es aber „rare Ware“. Bei meinem Besuch am 18-08-2014 geschah mir wieder etwa das Gleiche, beim Pinot Noir „ann mee“ 2011 hatte es noch etwa 70 Flaschen, von denen ich alle reservierte, um nach der Degustation die Weine abrufen zu können. Leider wurde mir dann keine Degu Flasche zugestellt, wohl mit der Annahme, ich wisse wohl selber warum. Mit dieser Erfahrung möchte ich unterstreichen, dass hier nur sicher ist, was man bekommen hat und nicht was man gerne möchte. Die Weine der Baumanns, haben ihren eigenen Schliff und zeigen klaren Charakter. Es sind alle samt keine fetten Weine, die einem gerade so anspringen, nein es sind Weine die Zeit brauchen, das beim Lagern wie nach dem öffnen der Flasche. Bei der Besichtigung des Weinberges wurde ich intensiv, auf die aufwendige Arbeit in den Reben, die Familie Baumann auf sich nimmt, hingewiesen und mir bei Nachbarparzellen verdeutlicht, wie es eben nicht sein sollte. Sicher sind die Baumanns nicht die einzigen, die im Rebberg sauber, ertragsmindernd und naturschonend arbeiten, aber dann sicher eine der wenigen, die das danach auch richtig umsetzen können. Für mich sind die Baumann Weine also mehr Weine für geduldige oder für solche, die immer wieder wissen wollen kommt er jetzt? 

2013Pinot Noir Auslese. Eher helles, klares Kirschrot. Grünfruchtiges Bouquet, mit leichter Bitter-Note. Im Gaumen mit guter Frische, etwas Schärfe und auch da wie im Bouquet, lauert etwas Bitteres. Geschmacklich erinnert er an ein Johannisbeeren-Kirschen-Gemisch. Wird dieser Wein einmal reif, wird es ein feiner, filigraner Wein, mit gutem, langem Nachhall. Zwei Fakten gegen eine gute Note: Das Bittere und der fehlende Abgang.
Am 29-04-2017 15/20 aus dem Veritas/Burgund alt/Riedel-Glas. Martin Sutter.
2013Chardonnay Classique. Diese Notizen entstanden nochmals überholt, erst am 2. Tag, als ich ihn wirklich gut fand. Glasklares gelb. Würzig, fruchtiges, tief und offenes Bouquet. Am 1. Tag noch vom Holz und mehr von floralen Noten dominiert, herrscht am 2. Tag die Frucht. Vergleicht man ihn zum 1. Tag als er gerade geöffnet wurde, so hat er am zweiten viel an Kraft und Aromen dazu gewonnen. Er wirkt am 2. Tag viel kraftvoller, hat sich von der filigranen, blumigen Art zum charakterstarken Chardonnay gewandelt. Wenn ich an den Abend im Baur au Lac zurück denke, an dem wir die Grand Crus der Domaine Leflaive ab 1990 verkosteten, so kann ich nur sagen, lieber diesen als nochmals die gute Miene zum schlechten Spiel, mit den Grand Crus von Leflaive. Was waren das noch für Weine anfangs der 80er Jahre, die aus der Feder der alten Familiengarde der Leflaive’s kamen! Vielleicht gehören nun die Baumanns bald unter die neuen Grossen der Chardonnay Szene.
Am 12- und 13-09-2014 +16,5-17/20 aus dem Vina/404/Schott-Glas. Trinken jetzt bis 2025. Martin Sutter.
2013Pinot Gris. Helles gelb. Auch dieser Wein gewann am 2. Tag deutlich an Charakter, daher beschreibe ich beide Tage. Volles, kräftig offenes Bouquet. Am 1. Tag noch stark von den Barrique Noten gezeichnet und nur wenig von einem Pinot Gris zu erkennen. Am 2. Tag dann kommt mehr die Frucht und der Pinot Gris, ist als solcher besser zu erkennen. Im Gaumen fast das gleiche Geschehen, am 1. Tag zwar fand ich den Pinot Gris noch besser als den Chardonnay, er war etwas kräftiger und markierte auch den Abgang. Aber erst am 2. Tag kam der für mich so richtige Pinot Gris Geschmack deutlich durch. Er wurde fett, zeigte mehr Fülle wobei sich auch die Barrique Aromen mehr mit der Frucht verbunden haben und diese auch mehr in den Hintergrund getreten sind. Mir scheint aber bei diesem Wandel, ist der Abgang verloren gegangen, den man am 1. Tag noch verspüren konnte. Das Fazit für mich lautet daher: „Der Pinot Gris legt zwar wie der Chardonnay am 2. Tag deutlich zu, doch macht der Chardonnay für mich am 2. Tag in jeder Disziplin den grösseren Sprung“. Das ich damit nicht die Güte von Chardonnay und Pinot Gris in eine Waagschale tun möchte, sollte wohl klar sein. Nein, ich wollte damit nur die Entwicklung der beiden Weine über einen Zeitraum vergleichen, wobei mich dabei der Chardonnay mehr überraschte. Bei der nächsten Foie Gras oder einem asiatischem Gericht, sollte man auch diesen mit in die Auswahl einbeziehen.
Am 12- und 13-09-2014 16,5/20 aus dem Vina/404/Schott-Glas. Trinken jetzt bis 2020. Martin Sutter.
2012Pinot Noir -R-. Etwas helles Kirschrot mit glasklarem Rand. Ausgeglichenes Frucht Barrique Bouquet, das Tiefe zeigt. Im Gaumen wirkt er anfangs eher leicht, gewinnt dann aber zunehmend an Aromastärke. Die Barrique und Frucht Aromen sind auch im Gaumen in sehr guter Balance. Auch dieser Wein braucht Luft und sollte vor dem Verbrauch dekantiert werden,  um seine Feinheiten schon von Anfang an geniessen zu können. Dieser Wein hat die Reife noch nicht erreicht, dass würde mich jedoch nicht davon abhalten ihn auch jetzt schon zum Essen zu geniessen.
Am 03-09-2014 16/20 aus dem Vinoteque/Super800/Bormioli-Glas. Trinken bis ca. 2020. Martin Sutter.

Galerie Weingut Baumann